High Oleic – was ist das denn?

Veröffentlicht am Kategorisiert als Generelles zum Seife sieden 2 Kommentare zu High Oleic – was ist das denn?
Informatives Foto: Hintergrund helles Gold. Raps-Kernöl wurde mit Vorder- und mit Rückseite fotografiert. Ein Pfeil zeigt auf den wichtigen Wert für High Oilic auch h.o. abgekürzt. High-Oilic

High Oleic, auch h.o. abgekürzt, steht für ölsäurenreich. Damit kann man aber noch nicht wirklich etwas anfangen, wie ich finde. Wichtiger ist, was bedeutet es für eine Seife und warum ist das bei manchen Ölen besonders zu beachten? Hier erfährst du, wie du das für deine Seife nutzen kannst und was du beachten musst.

Dann will ich mal ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

High-oleic-Öle, also Öle mit einem hohen Anteil an Ölsäure, sind beim Seife sieden aus mehreren Gründen besonders wertvoll.

High-Oleic – kurz erklärt:

High-Oleic (h.o.) bedeutet „ölsäurereich“ und enthält über 60 % einfach ungesättigte Fettsäuren bei maximal ca. 14 % mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Ideal für:

Längere Haltbarkeit von Seifen

Nicht geeignet: Schnellranzer-Öle in großen Mengen (>10 % der Gesamtfettmenge)
Beispiele High-Oleic-Öle: Distelöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl

1. Vorteile von High-Oleic-Ölen

High-Oleic-Öle enthalten einen hohen Anteil an Ölsäure. Das macht sie für die Seifenherstellung besonders wertvoll:

Einige Öle sind sogenannte Schnellranzer, von denen es leider keine High-Oleic-Variante gibt. Diese solltest du besonders beachten, wenn du langlebige Seifen herstellen möchtest. Es sind auch teurerer Öle. Ich habe zwar bisher auch teure Öle verwendet, aber diese meist nur, weil ich sie sowieso hier hatte, damit ich meine eigene Kosmetik herstellen kann.

2. Diese Öle gibt es nicht in der High-Oleic-Variante und sind ranzanfällig:


Meine Siedekolleginnen sagen, es ist kein Problem, Schnellranzer-Öle einzusetzen, wenn man die 10-Prozent-Regel befolgt. Sprich: Die Öle, die es nicht in der high-oleic-Variante gibt, sollen nicht höher als mit 10 Prozent der Gesamtfettmenge eingesetzt werden. Ich habe das bisher nur bei meiner 1. Seife mit Rapsöl gehabt, da kannte ich diese Regel leider noch nicht. Also verbrauchte ich diese Seife einfach als erstes.

Diese Öle gibt es in der High-Oleic-Variante:

Informatives Foto:
Bränle Vita Distelöl und Edeka Herzstücke Distelöl wurden nebeneinander gestellt, jeweils die Vorderansicht der Flasche und daneben die Rückseite.
Auf der Rückseite sind die 2 Werte, die entscheidend sind, ob das Distelöl h.o. ist oder nicht. Und diese beiden Distelöle sind high-milic.
Distelöl h.o.
Informatives Foto: Hintergrund helles Gold.
Raps-Kernöl wurde mit Vorder- und mit Rückseite fotografiert. Ein Pfeil zeigt auf den wichtigen Wert für High Oilic auch h.o. abgekürzt.  High-Oilic
Rapsöl h.o.
Informatives Foto:
Basic Bratöl = Sonnenblumenöl h.o.
Die Flasche ist einmal mit der Vorder- und einmal mit der Rückseite fotografiert. Hintergrund ist ein mittlerer Goldton.
Dazwischen steht der Text: 75 g einfach unges. Fettsäuren.
Darunter: 10 g mehrfach unges. Fettsäuren.
Sonnenblumenöl h.o.

H.o. steht so nicht auf dem Etikett

Warum ich selber nur Öle in der High-Oleic-Variante verwende

Ich möchte keine Seifen herstellen, die schnell ranzig werden, und spare mir damit Geld und Zeit. Bei meinen ersten Seifen habe ich einmal ein Schnellranzer-Öl zu hoch eingesetzt – und das merkte ich erst nach dem Sieden. Danach habe ich beim Einkauf von Ölen genau auf High-Oleic geachtet.

Ich nutze nur High-Oleic-Öle, da ich berufstätig bin und nur begrenzte Zeit zum Sieden habe. Experimente mit Schnellranzer-Ölen sind möglich, aber nur, wenn du bereit bist, diese Öle in kleinen Mengen einzusetzen und die Lagerung sorgfältig zu planen.

Informatives Foto (von KI erstellen lassen)
Hihg-Oilic-Öle: Langlebig & pflegend,
Distelöl h.o., Rapsöl. h.o. Sonnenblumenöl h.o.
lang haltbar & mild
cremiger Schaum
Ideal für empfindliche Haut
Schnellranzeröle:
Avocadoöl raffiniert, Erdnussöl, Haselnussöl, Traubenkernöl, Walnussöl & Schwarzkümmelöl
Tipp: Keine Schnellranzer-Öle über 10% einsetzen.  Bild habe ich von KI erstellen lassen (lt. KI soll das noch nirgends existieren)
Schnellranzer-Öle versus high-olic = h.o. (dieses Bild von KI erstellen lassen)

FAQ-Snippet 💓

Was bedeutet High-Oleic?
High-Oleic bedeutet „ölsäurereich“. Diese Öle enthalten viel einfach ungesättigte Fettsäuren und nur wenige mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Warum High-Oleic-Öle für Seifen?
Sie machen Seifen mild, pflegend und langlebig, verhindern schnelles Ranzigwerden und sorgen für cremigen Schaum.

Welche Öle gibt es in High-Oleic?
Distelöl, Rapsöl und Sonnenblumenöl.

Kann man andere Öle verwenden?
Ja, aber Schnellranzer-Öle sollten nicht mehr als 10 % der Gesamtfettmenge ausmachen. Wie z.B. Nussöl

Hier ein paar Seifen, bei denen ich die High-Oleic-Öle eingesetzt habe: Seife mit Swirl und Himbeer-Topping, Seifen-Cupe-Cakes, Seife mit Ananas-Topping, Knetseife, Schmetterlingsseife, um nur einige zu nennen. Es gab noch mehr, aber die werde ich erst nach und nach online stellen.

Damit alle meine Seifen etwas werden, errechne ich es in Katrins Seifenrechner.

Von BeautyGoettin

Über mich: Ich bin leidenschaftliche Beauty-Bloggerin und liebe nichts mehr als Seife sieden, tüfteln und kreative Beauty-Projekte. Unter dem Pseudonym Aveleen Avide habe ich vier Bestseller geschrieben, war mehrfach Amazon-Nr.-1 und bin sogar bei Wikipedia mit meinen Büchern und Blogartikeln vertreten. Auf meinem BeautyGoettinen-Blog nehme ich dir die Angst vor Natriumhydroxid, Seifenpannen und Fachchinesisch – mit leicht verständlichen Anleitungen zum Seifen sieden für Anfänger und Fortgeschrittene. Statt stundenlangem Recherchieren findest du hier alles an einem Ort: von der Wirkung einzelner Öle über Temperaturen bis hin zu wichtigen Abkürzungen. Kurz gesagt: Naturseife selber machen – ohne Stress, aber mit Spaß. 🧼✨

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